Zungendiagnostik

Die Zunge ist ein „Reflexfeld“, ein Indikator innerer physiologischer Abläufe. Der Heilpraktiker erkennt den Zustand von Blut, Organen und Körperflüssigkeiten sowie eventuelle Fehlfunktionen.

Was erkennt die Zungendiagnostik?

Die Zungendiagnose hat ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin, wird aber auch in der Naturheilkunde angewendet. Man geht davon aus, dass die Zunge mit den inneren Organen, dem Blut, den Körperflüssigkeiten, dem Meridiansystem und der Lebensenergie Qi eng verknüpft ist. Die Zungenspitze entspricht demnach Herz und Lunge, die Mitte Milz und Magen, die Ränder Leber und Galle, am Zungengrund Harnblase, Niere und Darm.

Der Therapeut betrachtet die Zunge und beurteilt Zungenkörper (dick, dünn, geschwollen, Farbe, Risse, Beweglichkeit), Zungenbelag (Verteilung, Dicke, Farbe, Vorhandensein oder Fehlen) und Feuchtigkeit (trocken oder feucht). All diese Informationen haben eine hohe Aussagekraft über den Gesundheitszustand des Patienten, denn jede Veränderung kann Anzeichen einer Krankheit sein. So lassen sich schnell Fehlfunktionen erkennen, aber auch der Grund der Symptome feststellen, die ein Patient zeigt.

  • Symptome und Behandlungen

    In der Alternativmedizin ist die Zungendiagnose eine zuverlässige Möglichkeit zur Beurteilung einer Erkrankung. Die Zunge verändert sich durch verschiedene Einflüsse wie Qualität der Nahrung, Medikamente, Jahreszeit, Getränke, Süssigkeiten, Schlaf, Bewegung, Nikotin usw.

    Eine blasse Zunge ist ein Hinweis auf Energieschwäche, Patienten leiden unter chronischer Müdigkeit, Schwindel, Blutarmut. Menschen mit roter Zunge leiden oft unter Unruhe, Schlaflosigkeit, Infektionen und Entzündungen. Ein weisser Belag kann Zeichen für Magen-Darmstörungen oder Erkältung sein, ein gelber Belag Hinweis auf Leber- oder Gallenerkrankung oder Reizdarm, ein brauner Belag steht für Nierenschwäche. Die graue Zunge bedeutet Eisenmangel, eine brennende Zunge Vitaminmangel, eine geschwollene Zunge Allergien.

    Ein dünner Belag zeigt meist eine beginnende Störungen an, ein dicker Belag deutet auf tiefergehende, entzündliche Prozesse hin. Die Heilpraktikerin unterbreitet je nach Ursache eine individuell angepasste Therapie.